Fasnetsfinale 1 - Rathaussturm und Umzüge

Am „Gombigen Donnerstag“ machte sich morgens eine Abordnung der Heininger Staren zur Schule auf um dort einen  Besuch abzustatten. Um 14.00 Uhr wurden die Kinder aus der Schule abgeholt, um den Rathaussturm zu unterstützen.

 

Um 14:30 Uhr begann dann der Rathaussturm, der nach verzweifelter Gegenwehr schließlich das Feld räumen musste. Eine besondere Gaudi war auch wieder das Aufwiegen des Bürgermeisters mit Süßigkeiten die anschließend verteilt wurden (Mensch, der ist schwerer als im letzten Jahr). Das tolle Wetter tat das Übrige zu dem schönen Nachmittag.
Donnerstagabends besuchten die Hästräger den Hallenfasching in der TSV-Halle.

Nach kurzer Nacht führte der Weg freitagmorgens in den Hof- und Breitekindergarten, wo das Federnhäs und die Masken bestaunt wurden. Im Anschluss lockte der Umzug in Hohenstadt. Wie in jedem Jahr in den vergangenen Jahren fand die Aufstellung bei Graupel- und Schneegestöber statt, doch ist die Stimmung in dem 900-Einwohnernest wie immer gut.
Wer noch nicht genug hatte, für den ging es abends mit dem Taxi nach Ulm. Die Donauhexen hatten auf 19.00 Uhr zum Hemdglonker-Umzug geladen. Für uns eine etwas ungewohnte Art, aber durchaus liebenswert. Der Umzug ging vom Münsterplatz durch die schöne Altstadt zum Fischplätzle. Dort fand ein sehr herzlicher Empfang aller Gruppen (über 35 Gruppen) mit schönem Zeremoniell statt: Das Fasneterwecken durch Erwecken des Danobius aus der Donau. Sämtlich Kneipen der Altstadt luden zur Einkehr.

Treffen beim Hemdglonkerumzug in Ulm: Eine Krottalachhexe
Treffen beim Hemdglonkerumzug in Ulm: Eine Krottalachhexe

Leider ist unser Zug zurück viel zu früh gefahren, aber war auch gut so, weil es ja am Sonntag schon wieder um 7.30 Uhr weiter ging nach Dietenheim „Ranzenburg“.
Mit den Dietenheimer Narrenzünften verbindet die Heininger Staren eine jahrelange Freundschaft. Hier sind wir uns alle einig, da geht es im nächsten Jahr wieder hin. Gemeinsam mit den Brandstifter-Hexen aus Eislingen verging die Fahrt im Bus wie im Flug und wir waren pünktlich in der rappelvollen Kirche. Dort wurde eine sehr kurzweilige ökumenische Narrenmesse gehalten, wo auch der Herr Pfarrer und seine Sekretärin ihr Fett abbekommen haben.

Fromm in der Narrenmesse
Fromm in der Narrenmesse

Aber es ist Fasnet und so haben es alle mit Humor getragen. Inhaltlich war die Predigt des evangelischen Pastors, ob Narren auch von Gott gewollt und akzeptiert sind. Aber natürlich, denn schon in der Bibel wird erzählt von Feiern und Fröhlichsein. Die Schlussstrophen des Renzenburger Fasnetsliedes wurden auf der Straße gesungen, da der neue Prinzenwagen noch getauft und gesegnet werden musste, da so ein großer Umzugswagen nicht in die Kirche fahren kann, muss halt der Pfarrer mitsamt dem Kirchenvolk auf die Straße.

 

Mit großem Hunger ging es zum Essen und die reservierte Pizzeria hatte alle Hände voll zu tun, in kürzester Zeit rund 80 hungrige Mäuler zu stopfen. Aber sie haben es mit Bravur gemeistert und es reichte sogar noch zum obligatorischen Besuch vor dem Umzug beim Hubert. Der anschließende Umzug (weit vorne mit Startnr. 24) war ganz toll. Das Publikum schrie uns unseren Narrenruf schon entgegen und wir waren gerngesehene Gäste. Anschließend war natürlich der Besuch im Pfarrhaus absolute Pflicht und der Herr Pfarrer hatte wieder vielerlei Kuchen und Getränke aufgefahren. Besondere Freude schien er an unserem Piepmatz Celina zu haben.

 

Aber auch viele neue, aus Gärtnerbetrieben oder sonstigen Ladengeschäften geöffnete Bars und Kneipen luden noch zur Einkehr ein. Abschluss war wie immer in der Halle, wo alle noch mal so richtig abrockten, dann war es auch schon Zeit für die Heimfahrt.

 

Aber so schnell kommt man bei guten Freunden nicht los. Erst wurde noch eine Flasche (für die Liebe - Likör) aus der Schublade gezogen, dann brachte uns einer der Vorstände persönlich zum Bus und ließ es sich nicht nehmen, mit ein paar anderen Zunftvorständen uns im Bus bis zur Kirche zu geleiten. Dort wartete schon eine aus Heiningen mitgefahrene Dame, die in Dietenheim eine alte Freundin hat, die sie nie besuchen kann, da es mit der Fahrmöglichkeit so schwierig ist. So haben wir sie mitgenommen und sie hat uns anstrengende Narren auch überstanden. Im nächsten Jahr nehmen wir sie wieder mit, aber dann will sie sich auch verkleiden!

Zum guter Letzt spielte uns die Ranzenburger Garde (ein Spielmannszug der Bürgerwehr) mit dem Ranzenburger Narrenmarsch persönlich zum Städtele hinaus. Das war pures Gänsehaut-Feeling für jeden Hästräger. „Bis zum nächsten Jahr, und kommet bald wieder“ und „Narro Ahoi“ durfte dann der Bus unter Winken und Handküsschen das alte Ranzenburg verlassen. Anschließend waren alle erst mal sehr gerührt und eigentlich ist es jetzt schon klar: Es gibt ein Wiedersehen in 2018.

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